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Abstract Poster DDG Karlsruhe 4/1997

Laser Doppler Anemometrie zur Quantifizierung der Erythrozytenfließgeschwindigkeit in Hautkapillaren außerhalb der Nagelfalz in gesunder und erkrankter Haut.

L. Schulze, M. Stücker, V. Beier, T. von Rothenburg, K. Hoffmann, P. Altmeyer

Dermatologische Klinik der Ruhr-Universität Bochum

  1. Fragestellung:
    Die kapilläre Erythrozytenfließgeschwindigkeit in den menschlichen Nagelfalzkapillaren kann schon seit Iängerer Zeit quantifiziert werden. Mit Hilfe der neuen Technik der Laser Doppler Anemometrie ist es nun möglich, die Blutflußgeschwindigkeit auch in senkrecht zur Hautoberfläche gelegenen Kapillaren zu bestimmen. Ziel der Studie war es, diese neue Technik unter klinischen Bedingungen anzuwenden, die Reproduzierbarkeit zu bestimmen und die Meßwerte mit Ergebnissen früherer Studien und anderen Meßmethoden am Nagelfalz zu vergleichen.

  2. Methode:
    Bei 20 gesunden Probanden wurden die Auswirkungen einer suprasystolischen Stauung auf die Erythrozytenfließgeschwindigkeit am Fingergrundglied kontrolliert. Zusätzlich wurde bei 20 Patienten mit Psoriasis vulgaris vom chronisch stationären Typ die Änderung der Erythrozytenfließgeschwindigkeit in erkrankter Haut untersucht.

  3. Schlußfolgerung:
    Mit Hilfe der Laser Doppler Anemometrie ist es möglich, die Erythrozytenfließgeschwindigkeit auch in Kapillaren außerhalb der Nagelfalz zu quantifízieren. Alle Messungen können on-line durchgeführt werden. Die Laser Doppler Anemometrie ist damit eine sinnvoll einsetzbare Methode, um die Mikrozirkulation der Haut außerhalb der Nagelfalz unter klinischen Bedingungen zu quantifizieren.

  4. Ergebnisse:
    Die Ruheblutflußgeschwindigkeit wurde mit 0,47 +- 0,37 mm/s am Fingergrundglied bestimmt. Nach Abkühlung in einem Kältebad von 6 C sowie nach einem Warmwasserbad von 37 C kam es jeweils zu signifikanten Änderungen der Blutflußgeschwindigkeit. Allerdings war die Reproduzierbarkeit nach diesen Provokationsmanövern nur schlecht. Die maximale Geschwindigkeit während der postokklusiven reaktiven Hyperämie lag bei 0,9 mm/s +- 0,46 mm/s. Die Zeit bis zum Erreichen des maximalen Blutflusses lag bei 24,9 +- 9,2 sec. In psoriatisch veränderter Haut waren die Ruhegeschwindigkeit und die Maximalgeschwindigkeit der Erythrozyten signifikant erhöht, die Zeit bis zum Hyperämiemaximum nach suprasystolischer Okklusion war unverändert.